Zukunft bauen – Peres und Köhler diskutieren mit jungen Menschen

Israels Staatspräsident Schimon Peres und Bundespräsident Horst Köhler diskutierten am 26. Januar 2010 in Berlin mit jungen Menschen den weiteren Ausbau der Beziehungen zwischen den Menschen beider Länder. „Sie können nicht die Vergangenheit ändern, sondern nur die Zukunft. Das ist Ihre Verpflichtung“, wandte sich Peres an die 17 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Gesprächs.

Einminütige Filmspots über das jeweils andere Land aus dem Projekt „A Future in Friendship“ eröffneten ein intensives Gespräch, an dem sich die Präsidenten lebhaft beteiligten. Die von Studierenden der Filmhochschule „Konrad  Wolf“ in Potsdam und des Sapir College in Sderot gemeinsam entwickelten Filme fragten ausdrucksstark und bisweilen auch provokativ nach Unsicherheiten, Herausforderungen und  Chancen der besonderen Beziehungen zwischen den Menschen beider Länder. Die ersten Freiwilligen des mit Jahresbeginn gestartete Programms für junge Israelis in Deutschland, die ebenfalls an dem Gespräch teilnahmen, weisen auf das seit Jahrzehnten gewachsene solide Fundament bei den Kontakten zwischen jungen Menschen hin. Das Programm eröffnet durch das soziale und gesellschaftliche Engagement junger Israelis neue Möglichkeiten. „20 junge Israeli werden im Sommer für ein Jahr nach Deutschland kommen – 900 deutsche Jugendliche engagieren sich im Jahr in Israel. Ich würde gern mehr israelische Freiwillige in Deutschland sehen“, so der Bundespräsident, der auch Initiator der Stiftung Deutsch-Israelisches Zukunftsforum ist.

Beide Projekte werden von der Stiftung Deutsch-Israelisches Zukunftsforum gefördert. Das Freiwilligenprogramm für junge Israelis wird in Israel vom Rat der Jugendbewegungen und in Deutschland von ConAct (www.conact-org.de) koordiniert.

Sönke Kirchhof (HFF Potsdam) und Rotem Azulay (Sapir College) lieferten mit ihren Filmen "Like Austria" und "Peeping Wall" interessante Gesprächsimpulse.

Fotos (2): Guido Bergmann (BPA)

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Gesprächs trafen Schimon Peres auch nach seiner Rede im Deutschen Bundestag am 27. Januar.

Foto: Israelische Botschaft