Deutsch-Israelisches Zukunftsforum nimmt die Arbeit auf

Pressemitteilung DIZF, 23. April 2009

Mit den ersten Förderentscheidungen des Kuratoriums hat die neue Stiftung Deutsch-Israelisches Zukunftsforum am 23. April ihre praktische Tätigkeit aufgenommen. „Wir möchten die jungen Generationen beider Länder noch enger und dauerhaft vernetzen“, so der Vorsitzende des Kuratoriums, Staatssekretär a.D. Dr. Michael Jansen. In der intensiven Diskussion des Kuratoriums über erste Förderentscheidungen sei noch einmal deutlich geworden, dass mit der neuen Stiftung in Ergänzung zu bereits bestehenden Fördermöglichkeiten auch neue Wege beschritten werden sollen.

 

Die Stiftung hat sich zum Ziel gesetzt, junge Menschen beider Länder während der Ausbildung oder in den ersten Berufsjahren in unterschiedlichen Schwerpunkten in konkrete Projekte einzubinden. „Es wird besonders wichtig sein, gemeinsame Ideen zu entwickeln, umzusetzen und dauerhafte Netzwerke zu knüpfen,“ betonte Israels Botschafter Yoram Ben Ze’ev. Man habe sich diesmal bewusst für Projekte entschieden, die aktuelle Themen aufgreifen und die Möglichkeiten bieten, Erfahrungen in spezifischer Form zu vermitteln.

 

So werden etwa Studierende der Hochschule für Film und Fernsehen in Potsdam und einer israelischen Filmhochschule Internet- und Handyspots zum Blick auf das jeweils andere Land erarbeiten, das Zentrum für Märchenkultur entwickelt mit israelischen und deutschen Comickünstlern einen multimedialen Comic-Guide für Berlin und Tel Aviv. Der Stadt, die in diesem Jahr ihren hundertsten Gründungstag begeht, wird im November mit dem OktoberFEST ein besonders musikalisches Geburtstagsständchen gebracht, dazu gibt es Workshops mit bekannten Musikern aus beiden Ländern und Nachwuchsbands aus deutschen Städten. Gemeinsam mit zwei israelischen Universitäten wird schließlich die Christian-Albrechts-Universität Kiel bei einer Summer Academy jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ein Forum bieten, die Herausforderungen Israels und Deutschlands als Gesellschaften im Wandel mit Fachleuten eingehend zu diskutieren.

 

Die Initiative zur Gründung der Stiftung Deutsch-Israelisches Zukunftsforum ist von beiden Staatsoberhäuptern aus Anlass des 40. Jahrestags der Aufnahme diplomatischer Beziehungen ausgegangen. Dem Kuratorium der Stiftung, die ihren Sitz in Berlin hat, gehören namhafte deutsche und israelische Persönlichkeiten an.

 

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