Teilhabe und Integration – Deutsch-Israelisches Zukunftsforum vereinbart Förderschwerpunkte

Presseerklärung, 09. November 2009

 

Die Stiftung Deutsch-Israelisches Zukunftsforum wird bei ihrer Fördertätigkeit ein besonderes Augenmerk auf die Stärkung zivilgesellschaftlicher Zusammenarbeit legen. Bei der dritten Kuratoriumssitzung am 8. November 2009 in Jerusalem wurden für den nächsten Förderzeitraum drei Schwerpunkte diskutiert, die den weiteren Aufbau von Netzwerken junger Menschen beider Länder fördern sollen. „Dem sogenannten Dritten Sektor kommt in beiden Ländern eine immer stärkere Bedeutung zu. Er bietet vielfältige Möglichkeiten des bürgerschaftlichen Engagements, der politischen Teilhabe und der gesellschaftlichen Integration. Gleichzeitig steht er auch für neue Chancen und Herausforderungen. Hier wollen wir neue Akzente in der deutsch-israelischen Zusammenarbeit junger Menschen setzen“, so Staatssekretär a.D. Dr. Michael Jansen, Vorsitzender des Kuratoriums.

(links) „A Future in Friendship“ Filmprojekt des Deutsch-Israelischen Zukunftsforums, (rechts) ILanD 2009 in Tel Aviv: „Young People create the Future”

 

Im Rahmen des Schwerpunkts „Engagement und Verantwortung“ wird ein Programm für junge Israelis unterstützt, das es so noch nie gab. Seit langem absolvieren zahlreiche junge Deutsche einen Freiwilligendienst in Israel. Nun wird ein Freiwilligenprogramm für junge Israelis in Deutschland aufgebaut, das die Stiftung maßgeblich fördert. Getragen wird es von Jugendverbänden und Organisationen aus beiden Ländern. Einsatzorte werden bspw. in Jugendzentren, kulturellen, ökologischen und Bildungsprojekten, sozial-pflegerischen Einrichtungen sowie in der Gedenkstättenarbeit angeboten.

 

Im Bewusstsein der Bedeutung für die künftige Ausgestaltung der deutsch-israelischen Beziehungen wird das Deutsch-Israelische Zukunftsforum mit dem zweiten Förderschwerpunkt „Geschichte in Zukunft“ auf die Herausforderungen eingehen, denen sich unsere wandelnden Gesellschaften im Bereich der Vergangenheitsbearbeitung stellen müssen. Die Stiftung fördert Projekte, die Formen der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit erproben und dabei  ausdrücklich auf Migrationsbewegungen, Bevölkerungsentwicklungen und aktuelle Diskurse eingehen. Ab sofort können Ideen für bilaterale Projekte eingereicht werden. Sie werden bei einer Tagung präsentiert und gemeinsam mit Experten und Praktikern diskutiert. Besonders geeignete Projekte wird das Zukunftsforum im Anschluss fördern.

 

Überzeugt davon, dass die Sprachkenntnis ein besonderer Baustein des deutsch-israelischen Verhältnisses ist, unterstützt die Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Tel Aviv durch einen zusätzlichen Schwerpunkt den Spracherwerb. Teilnehmer der vom Zukunftsforum geförderten Projekte sowie weiterer deutsch-israelischer Vorhaben können Zuschüsse für Sprachkurse erhalten.