Start Des Deutsch-Israelischen Zukunftsnetzwerkes

Die erste Veranstaltung des Deutsch-Israelischen Zukunftsnetzwerks fand unter dem Titel „SustainAbility“ anlässlich des 70. Jahrestages der Gründung des Staates Israel im Mai 2018 im Kibbutz Shefayim statt und widmete sich gemeinsamen gesellschaftspolitischen Herausforderungen in Deutschland und Israel.

Eingeladen waren 70 Akteur*innen der Zivilgesellschaft – 35 aus Deutsch-land und 35 aus Israel, die fünf für die Zukunft beider Gesellschaften wichtige Themengebiete untersuchten: Demokratieerziehung, demogra-phischer Wandel, Digitalisierung, Umweltschutz und Kunst als Werkzeug des Wandels.

Die Veranstaltung fungierte als Forum für transdisziplinäres Netzwerken und konzentrierte sich darauf, gemeinsame Herausforderungen und Chancen in beiden Ländern zu identifizieren, sowie neue Ideen für Projekte und Kooperationen zu entwickeln.
Eröffnet wurde die Veranstaltung am ersten Abend mit Grußworten des deutschen Botschafters in Israel, Dr. Clemens von Goetze, und der Geschäftsführenden Vorständin des Zukunftsforums, Dr. Tamara Or. Es folgten Vorträge von Dr. Arye Carmon, dem Gründer des Israel Democracy Institutes, und Adi Altschuler, der Gründerin mehrerer sozialer Initiativen, die darüber sprach, wie Visionen realisiert und gesellschaftliche Projekte auf die Beine gestellt werden können.

Die Seminare des Netzwerktreffens wurden von fünf erfahrenen israelischen Organisationen geleitet: Eretz-Ir, Green Course, Presentense, Shatil und The Public Knowledge Workshop (HaSadna). Außerdem nah-men die neuen Mitglieder des Deutsch-Israelischen Zukunftsnetzwerks an dem Bewegungsworkshop Moving Across Borders teil, der von Monica Gillette, Choreographin und Preisträgerin des Shimon-Peres-Preises 2017, angeboten wurde, und sahen eine Aufführung der Gruppe „Holot Theater“, in der israelische Schauspieler*innen gemeinsam mit Asylsuchenden in Israel das Leben von Asylsuchenden thematisierten.

Um die Veranstaltung zu evaluieren, füllten die Teilnehmenden einen Fragebogen aus. Die Ergebnisse zeigten, dass die Konferenz nicht nur bezüglich der vielfältigen Zusammensetzung der Teilnehmenden, der Atmosphäre und der Logistik punkten konnte, auch die Möglichkeiten der Netzwerkbildung und der Austausch mit potentiellen Partnerorganisationen wurden sehr positiv aufgenommen.

Konkrete Resultate: 17 Neue Kooperationsideen

Das Ende der dreitägigen Veranstaltung war ein Startsignal, um neue Verbindungen und Ideen in dauerhafte Zusammenarbeit umzuwandeln. Deswegen boten wir allen Teilnehmenden die Möglichkeit, sich für einen besonderen Projektentwicklungszuschuss von bis zu 2.000 Euro zu bewerben, der es ermöglichen sollte, konkrete Kooperationsideen weiterzuentwickeln.
Hier zeigte sich die Effektivität der Veranstaltung: Wir waren begeistert, gleich 17 vielversprechende Bewerbungen zu erhalten. Neben dem Deutsch-Israelischen Nachhaltigkeitsdialog wurden für die Förderung vier deutsch-israelische Projektentwicklungstreffen ausgesucht.


Networking Event in Shefayim im Mai 2018