Handlungsfeld II: Innovation und Technologie

Re-Born Textiles – Aufbau eines innovativen und nachhaltigen Systems für städtisches Textilmüllmanagement

Die Modeindustrie gehört zu den größten Akteur*innen der Umweltverschmutzung. Etwa zehn Prozent des städtischen Mülls sind Textilien, doch nur ein geringer Teil davon wird nachhaltig entsorgt und wiederverarbeitet. Das Re-Born Textiles-Austauschprogram ist eine Initiative zur Entwicklung eines innovativen und nachhaltigen Systems für ein städtisches Textilmüllmanagement.

Teilnehmende
Jeweils 15 Expert*innen und Unternehmer*innen aus der Mode- und Textilbranche, der Kreislaufwirtschaft und den Stadtverwaltungen 

Projektinhalte
Israel und Deutschland gehören beide zu Wohlstandländern, in denen Überkonsum zum Alltag geworden ist. Vor allem Kleidung, die zu immer niedrigeren Preisen angeboten wird, wird in Unmengen angeboten und gekauft, nur um schnell wieder durch ein neues und billiges Kleidungsstück ersetzt zu werden. Was passiert mit den enormen Mengen an Textilmüll, die so produziert werden? Wird er an richtigen und bürgernahen Stellen eingesammelt? Welche innovativen Möglichkeiten gibt es, diesen Müll ökologisch zu entsorgen oder eine Wiederverwertung zu ermöglichen, anstatt teure und schädigende Deponierungen zu finanzieren?

Das Ziel des Projekts Re-Born Textiles ist es, städtische Zentren aufzubauen in denen Alttextilien gesammelt und auf innovative Weise sortiert und weiterverwendet werden. Deutschland kann auf dem Gebiet der Kreislaufwirtschaft bereits auf erfolgreiche Entwicklungen verweisen, die für Israel als Beispiel gelten können. Israelische Technologien und Erfindungen können zur Optimierung der Infrastruktur für ein innovatives und profitables Textilabfallmanagement beitragen.

Deutsche und israelische Expert*innen aus der Mode- und Textilbranche, der Kreislaufwirtschaft und der Stadtverwaltung werden sich zu Fragen über ein optimales System austauschen.

Methoden der Projektarbeit
Die Teilnehmenden werden sich zunächst digital in kleinen Arbeitsgruppen treffen und zu den Inhalten des Programms austauschen, u.a. über das Konzepts der „Zirkulären Stadt“ (circular city), über optimales und umweltfreundliches Textilrecycling und über die Zusammenarbeit aller betreffenden Branchen und Organisationen.

Anhand von Beispielen der Städte Berlin und Tel Aviv, in denen auch zwei Workshops stattfinden werden, soll geprüft werden, welche Konzepte erfolgreich und effizient umsetzbar sind.

Projektziele
Durch dieses Projekt entsteht ein neues Netzwerk aus Branchenexpert*innen und Unternehmer*innen aus Israel und Deutschland. Die Teilnehmenden lernen die lokalen Textilrecyclinginitiativen in Deutschland und Israel kennen. Ein Austausch über neue Konzepte und Lösungen für die schwerwiegendsten Probleme und jeweiligen Herausforderungen der Textilindustrie soll begonnen und durch die Zusammenarbeit optimiert werden. Ein Dialog zwischen den Stadtverwaltungen Berlin und Tel Aviv wird initiiert.
Kooperationspartner
Re-Fresh Global, The Israeli Center for Circular Textiles
Circular Berlin