Jury
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Shimon-Peres-Preis: Jury 2020-2022

Christian Berkel
Aufgewachsen in Paris, nahm der gebürtige Berliner Christian Berkel ersten Schauspielunterricht in Frankreich, bevor er seine Ausbildung an der Deutschen Film- und Fernsehakademie absolvierte. Mit seinem unverwechselbaren Spiel und seinem charakteristischen Aussehen bleibt der preisgekrönte Schauspieler dem Zuschauer sofort in Erinnerung.
Er spielte in zahlreichen Kinofilmen wie z.B. dem Psychothriller Das Experiment. Einem internationalen Publikum ist er vor allem durch seine Rollen im oscarnominierten Historiendrama Der Untergang sowie Inglourious Basterds bekannt, in dem er u.a. neben Brad Pitt und Christoph Waltz zu sehen war oder an der Seite von Isabelle Huppert in Elle, der für Frankreich ins Oscar-Rennen ging. 2018 ist sein Autorendebüt Der Apfelbaum erschienen. Christian Berkel lebt mit seiner Familie in Berlin.

Foto: © Stefan Klüter

Dr. Alice Brauner
Dr. Alice Brauner wurde in Berlin geboren. Sie studierte Neuere Geschichte, Politische Wissenschaften und Romanistik an der Freien Universität Berlin und promovierte am Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin.
Nach ihrer Tätigkeit als Redakteurin für verschiedene Printmedien wurde sie Interviewerin und Referentin bei der Stiftung Survivors of the Shoah Visual History Foundation.
Dr. Alice Brauner ist in der Geschäftsführung der CCC Filmkunst GmbH, der CCC Cinema und Television GmbH und der CCC Filmstudios als Film-, Fernseh- und Web-Produzentin tätig. Ihren ersten preisgekrönten Kinofilm Der letzte Zug realisierte sie gemeinsam mit ihrem Vater. Es folgten TV-Filme sowie herausragende Kinofilme wie z.B. Wunderkinder und Crescendo. Neben zahlreichen Preisen für ihre Filme, erhielt sie 2012 die „Romy“ als beste Produzentin eines deutschen Kinofilms.

Foto: © CCC Filmkunst Daniela Incoronato

Derviş Hızarcı
Derviş Hızarcı ist Antidiskriminerungsbeauftragter der Berliner Bildungsverwaltung. Er ist Lehrer und Experte für Rassismus, Antisemitismus und Diskriminierung. Mit Antisemitismus beschäftigt er sich bereits seit seiner Tätigkeit als Aufsichtsratsvorsitzender der Türkischen Gemeinde zu Berlin.
Zuvor war er in der Bildungsabteilung des Jüdischen Museums tätig. Seit 2015 ist er Vorstandsvorsitzender der Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus, die in seiner Amtszeit zu einer der wichtigsten Institutionen in Deutschland sowie international im Kampf gegen Antisemitismus geworden ist. In seiner Freizeit verbringt er viel Zeit mit seinen zwei Kindern und ist Stürmer beim jüdischen Traditionsverein TuS Makkabi.

Foto: © Daniel Eliasson
Ahmad Mansour
Ahmad Mansour ist Diplom-Psychologe und Autor aus Berlin. Er wurde in Kfar Saba geboren und besitzt die israelische und die deutsche Staatsangehörigkeit. 2018 gründete er die Mansour-Initiative für Demokratieförderung und Extremismusprävention (MIND prevention), die Workshops zur Extremismusprävention durchführt.
Dabei arbeitet er mit Insassen von Justizvollzugsanstalten und mit Geflüchteten zusammen. Mansour engagiert sich zudem beharrlich gegen Antisemitismus. 2015 erschien sein Buch Generation Allah. Warum wir im Kampf gegen religiösen Extremismus umdenken müssen, im August 2018 folgte Klartext zur Integration – Gegen falsche Toleranz und Panikmache. Für seine Arbeit erhielt er zahlreiche Auszeichnungen.

Foto: © Heike Steinweg
Dr. Hermann Simon
Hermann Simon wurde 1949 in Berlin geboren. Nach dem Abitur studierte er an der Humboldt-Universität zu Berlin Geschichte und Orientalia, anschließend nahm er ein Graduiertenstudium in Prag zur Spezialisierung auf Orientnumismatik auf und schrieb seine Dissertation auf diesem Gebiet.
Von 1975 bis 1988 war er an den Staatlichen Museen zu Berlin tätig.  Danach war er von 1988-2015 Direktor der Stiftung Neue Synagoge Berlin-Centrum Judaicum. 
Hermann Simon hat zahlreiche Beiträge zu numismatischen Themen und zur Geschichte der Juden in Deutschland veröffentlicht.


© Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum. Foto: Anna Fischer
Nadav Tamir
Nadav Tamir ist Director of International Policy and Government Affairs bei Peres & Associates Global Advisory und im Peres Center for Peace and Innovation. Er ist außerdem Vorsitzender der Wexner-Israel Alumni Association.
In den letzten drei Jahren der Präsidentschaft von Shimon Peres war er als dessen Politikberater tätig. Vorher war er Generalkonsul am israelischen Generalkonsulat in Boston und hatte Ämter in der Israelischen Botschaft in Washington inne. Er diente drei verschiedenen Außenministern als Politikberater – Shimon Peres, Ehud Barak, und David Levy.
Tamir hat einen B.A. in Philosophie und Politikwissenschaften und einen M.A. in Öffentlicher Verwaltung der Kennedy School of Government an der Harvard Universität.
Antonia Yamin
Antonia Yamin ist hauptverantwortliche Korrespondentin für Europa bei dem israelischen Rundfunkunternehmen KAN News. Sie interviewte die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und den österreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurtz und führte das letzte Interview mit dem berühmten israelischen Schriftsteller Amos Oz.
Sie filmte eine Reportage auf einem der größten Neonazi-Rockfestivals in Deutschland und interviewte exklusiv Adolf Hitlers persönliches Dienstmädchen, eine Geschichte, die weltweite Beachtung fand.
Vor ihrer Tätigkeit bei KAN TV arbeitete Yamin für Channel 10 News und für den deutschen öffentlich-rechtlichen Sender ZDF (Büro Tel Aviv). Yamin wurde in Deutschland als Tochter einer deutschen Mutter und eines israelischen Vaters geboren. Sie lebt in Berlin und hat die deutsche Staatsbürgerschaft. Sie studierte Kommunikations- und Politikwissenschaft an der Universität Tel Aviv sowie Journalismus an der Koteret School of Journalism. Im Jahr 2019 gewann Yamin den B’nai B’rith World Center Journalism Award für herausragende Leistungen in der Diaspora-Reportage.

Foto: © Boaz Arad
Mohammad Darawshe
Mohammad Darawshe ist Leiter des Center for Equality and Shared Society am Givat Haviva Institute in Israel. Außerdem ist er Forschungsstipendiat am Hartman Institute und als Experte für nationale Minderheiten für den Europäischen Rat in Straßburg tätig.
Zuvor war er Co-Direktor der Abraham Fund Initiatives und Wahlkampfmanager für die Arabisch Demokratische Partei, sowie später die Vereinigte Arabische Liste.
Er studierte an der Hebräischen Universität in Jerusalem und der Universität Haifa, wo er einen M.A. in Friedens- und Konfliktstudien absolvierte.

Kai Diekmann
Kai Diekmann (1964) war bis Januar 2017 Herausgeber der BILD-Zeitung. Zuvor war er 15 Jahre lang Chefredakteur der Zeitung, die eine der größten News-Marken in Europa ist und jeden Monat 39 Millionen Leser erreicht.
Vorher war er als Chefredakteur der WELT am SONNTAG tätig.
Seit 2004 ist er unabhängiges Mitglied des Board of Directors der türkischen Tageszeitung Hürriyet, seit 2011 Non-Executive Director der Londoner Times und seit 2017 Mitglied im Public Policy Advisory Board, UBER, San Francisco.
Außerdem ist Diekmann Autor und Herausgeber mehrerer Bücher.

Prof. Dr. Anat Feinberg
Prof. Dr. Anat Feinberg, geboren in Tel Aviv, studierte Anglistik und Philosophie an der Universität Tel Aviv (BA und MA) und promovierte 1978 an der University of London über Theater im Zeitalter Shakespeares.
Nach der Promotion war sie Dozentin für Englische Literatur an der Ben Gurion Universität sowie an der Tel Aviv Universität.
Seit 1990 lebt sie in der Bundesrepublik und ist Honorarprofessorin für hebräische und jüdische Literatur an der Hochschule für Jüdische Studien in Heidelberg. 2012 erhielt sie das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

Sara von Schwarze
Sara von Schwarze wurde 1968 in Deutschland geboren. Ihre Eltern traten zum Judentum über und zogen mit ihrer Familie nach Israel. Sara ist Schauspielerin, Dramatikerin und Regisseurin.
Sie studierte Schauspiel an der Beit Zvi School of Drama in Ramat Gan und ist seit 1992 in zahlreichen Theaterstücken, Fernsehserien und Filmen aufgetreten. Sie stand in Israels wichtigsten Theatern auf der Bühne, darunter das Habima, das Cameri und viele weitere, sowie in Theatern in Deutschland. Seit 20 Jahren ist sie Mitglied des Ensembles des Cameri Theaters. Außerdem ist sie als Schauspiellehrerin und Dozentin tätig.

Sara von Schwarze hat viele Schauspielauszeichnungen gewonnen, darunter der Abraham Ben Yossef Preis der Stadt Tel Aviv-Yaffo, mit dem sie fünf Mal ausgezeichnet wurde.

Dr. Hermann Simon
Hermann Simon wurde 1949 in Berlin geboren. Nach dem Abitur studierte er an der Humboldt-Universität zu Berlin Geschichte und Orientalia, anschließend nahm er ein Graduiertenstudium in Prag zur Spezialisierung auf Orientnumismatik auf und schrieb seine Dissertation auf diesem Gebiet.
Von 1975 bis 1988 war er an den Staatlichen Museen zu Berlin tätig.  Danach war er von 1988-2015 Direktor der Stiftung Neue Synagoge Berlin-Centrum Judaicum. 
Hermann Simon hat zahlreiche Beiträge zu numismatischen Themen und zur Geschichte der Juden in Deutschland veröffentlicht.

© Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum. Foto: Anna Fischer

Nadav Tamir
Nadav Tamir ist Director of International Policy and Government Affairs bei Peres & Associates Global Advisory und im Peres Center for Peace and Innovation. Er ist außerdem Vorsitzender der Wexner-Israel Alumni Association.
In den letzten drei Jahren der Präsidentschaft von Shimon Peres war er als dessen Politikberater tätig. Vorher war er Generalkonsul am israelischen Generalkonsulat in Boston und hatte Ämter in der Israelischen Botschaft in Washington inne. Er diente drei verschiedenen Außenministern als Politikberater – Shimon Peres, Ehud Barak, und David Levy.
Tamir hat einen B.A. in Philosophie und Politikwissenschaften und einen M.A. in Öffentlicher Verwaltung der Kennedy School of Government an der Harvard Universität.

Jutta Weduwen
Jutta Weduwen (1964) ist Geschäftsführerin von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste (ASF). Sie studierte in Hamburg, Jerusalem und Berlin Soziologie.
Nachdem sie vier Jahre in der Projektsteuerung im Nahost-Referat der Heinrich-Böll-Stiftung gearbeitet hatte, kam sie 2001 zu ASF. Sie arbeitete zunächst als Israelreferentin, leitete dann den Projektbereich Interkulturalität und wurde 2012 Geschäftsführerin. Sie ist Mitglied im Sprecher*innenrat der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche + Rechtsextremismus und im Ökumenischen Vorbereitungsausschuss der Interkulturellen Woche. Ihre Arbeitsschwerpunkte: Geschichte(n) in der Migrationsgesellschaft, Israel, Antisemitismus und Rassismus, internationale Freiwilligendienste.