Handlungsfeld III: Kulturen und Kommunikation

Stimmen in der Ferne – Musik im Negev und in Brandenburg

In diesem Projekt sollen ungehörte und unterrepräsentierte Stimmen der Gesellschaft in einer musikalischen Interpretation hörbar gemacht werden. Themen aus dem ländlichen Raum beider Länder werden in einem kreativen Prozess musikalisch umgesetzt.

In demokratischen Gesellschaften zählt jede Stimme gleichberechtigt. Die Projektteilnehmenden hinterfragen kreativ, ob das in der Realität auch so umgesetzt wird. Sie wollen Stimmen von „Ungehörten“ hörbar machen, buchstäblich und im übertragenen Sinne. Es geht dabei um Menschen, die in Israel und Deutschland in oftmals abgelegenen Regionen leben und deren Stimmen ungehört bleiben, wie beispielsweise Geflüchtete und Migrant*innen. Dabei sollen auch gesellschaftspolitische Fragen wie zum Beispiel die Gesundheitsversorgung und Umweltschutz thematisiert werden.

Teilnehmende
Jeweils drei Teilnehmende aus den Regionen Negev (in Israel) und Brandenburg (in Deutschland)
Jeweils drei Komponist*innen aus Israel und Deutschland
Jeweils drei Musiker*innen aus Israel und Deutschland

Projektinhalte
Das Projekt „Stimmen in der Ferne“ will an die musikalische Tradition anknüpfen, auf soziale und gesellschaftspolitische Themen zu reagieren, Stimmlosen eine Plattform zu bieten und so sozialen Wandel (mit)zu gestalten. Durch integrative, kreative Praktiken und die Zusammenarbeit zwischen professionellen Musiker*innen und Bewohner*innen ländlicher Regionen und Gemeinschaften aus dem Negev und Brandenburg sollen nicht-gehörte Stimmen hörbar gemacht werden.

Methoden der Projektarbeit
Drei Teilnehmenden-Gruppen arbeiten in diesem Projekt zusammen:  Bewohner*innen aus den beiden Regionen verfassen Texte oder berichten zu Themen, die in ihrem Leben wichtig sind. Darüber hinaus nehmen sie Geräusche und Stimmen aus ihrem Umfeld auf, die ihre Perspektiven auf ihre unmittelbare Umgebung am besten widerspiegeln.

Dieses Material aus den Regionen dient als Grundlage für die musikalische Umsetzung der Komponist*innen. Die so entstandenen Musikstücke werden in Israel und Deutschland durch professionelle Musiker*innen aufgeführt.

In einem bilateralen Arbeitsprozess arbeiten die israelischen und deutschen Komponist*innen mit den Teilnehmenden und Musiker*innen aus dem jeweils anderen Land zusammen.

Projektziele
Die neu komponierten Stücke werden – auch über den Projektzeitraum hinaus –  in beiden Länder auf Konzerten und Festivals präsentiert.
Kooperationspartner
Meitar Ensemble - Israeli Composers' League, Tel Aviv
Ensemble Handwerk - hand werk GbR, Köln