Das Ziel: Brücken bauen
Handwerker*innen und Auszubildende sind nur selten Teil von deutsch-israelischen Austauschprojekten. Mit dem Projekt Brücken bauen für die Zukunft wollen wir jungen Handwerker*innen aus beiden Ländern die Möglichkeit bieten, an einem deutsch-israelischen Austausch teilzunehmen und die Beziehungen zwischen unseren Ländern dabei um einen wichtigen Aspekt erweitern.
Ihr könnt dem Projektverlauf auf der Webseite von Brücken bauen folgen.
Das Programm: Gemeinsam Brücken bauen
Auf Initiative unserer Kuratoriumsmitglieder Elke Büdenbender, Richterin und Ehefrau des deutschen Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier, und Bundesministerin a. D. Brigitte Zypries, hat das Zukunftsforum Brücken bauen für die Zukunft ins Leben gerufen. Wir führen das Projekt gemeinsam mit dem Leo Baeck Institut (LBI) Jerusalem und dem Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) sowie den Handwerkskammern Berlin, Dresden und Köln durch. Das Projekt wird vom Auswärtigen Amt gefördert.
Die Teilnehmer*innen von Brücken bauen werden Workshops besuchen, gemeinsam an Projekten arbeiten und dabei ihr berufliches Wissen aus Israel und Deutschland austauschen.
Außerdem findet als Teil des Projekts der Kauf und die Renovierung des renommierten Leo Baeck Instituts in Jerusalem statt, um die Räumlichkeiten barrierearm und klimaneutral zu gestalten.
Langfristiges Ziel von Brücken bauen ist es, nachhaltige Strukturen für einen Austausch im Bereich Handwerk und Bau zu schaffen, das Handwerk als eine wichtige Säule unserer beiden Gesellschaften zu unterstützen und die Beziehungen zwischen Deutschland und Israel um einen bisher unterrepräsentierten Bereich zu erweitern.
Brücken bauen im Jahr 2025
Das Programm im Mai
Zusammen mit dem Leo Baeck Institut Jerusalem sowie dem Zentralverband des Deutschen Handwerks, den Handwerkskammern Dresden, Berlin und zu Köln brachten wir im Mai 2025 eine Gruppe von 40 jungen Handwerker*innen, je 20 aus Deutschland und Israel, zusammen, um gemeinsam die Vision von Brücken bauen zu verwirklichen. Die Teilnehmer*innen reisten gemeinsam nach Köln, Berlin und Dresden, tauschten sich miteinander aus und besuchten verschiedene Workshops: Wissensworkshops zu den Beziehungen zwischen beiden Ländern – und praktische Workshops, die von den jeweiligen Handwerkskammern durchgeführt wurden, und bei denen die Teilnehmer*innen gemeinsam arbeiten und voneinander lernen konnten.
Israel-Reise im Dezember
Im November und Dezember 2025 wurde das Programm „Brücken bauen“ in Israel fortgesetzt. Dort trafen sich die Teilnehmenden nach dem ersten Teil des Austauschs in Deutschland wieder und nahmen ihre Zusammenarbeit in einem neuen Umfeld auf. Sie konnten an bereits entstandene Beziehungen anknüpfen und mit lokalen Partner*innen an gemeinsamen Workshops, Kooperationsprojekten und Lernerfahrungen teilnehmen.
Zusammen mit unseren Partner*innen vom Leo Baeck Institut Jerusalem arbeiteten die Teilnehmenden an einer Reihe von praktischen Projekten, die handwerkliches Können und gemeinwohlorientierte Ergebnisse zusammenbrachten. Ein zentraler Bestandteil war eine Reihe von Holz-Workshops in Jerusalem bei Muslala, einer gemeinwohlorientierten Werkstatt, die Kunst, Handwerk und nachhaltige städtische Praktiken miteinander verbindet. Über mehrere Tage hinweg entwarf und baute die Gruppe Holzmöbel für den Garten des Leo Baeck Instituts, darunter Bänke, Tische, Pflanzenkübel und eine Holzterrasse. Außerdem verbrachten die Teilnehmenden einen Tag in Molet, wo sie Spielgeräte aus Holz bauten, die später dem Kibbuz Ma'ayan Baruch gespendet wurden. Die Teilnehmenden renovierten außerdem gemeinsam den Garten des Leo Baeck Instituts, verbesserten so die Barrierefreiheit und passten den Außenbereich für eine klimabewusste Nutzung an.
Neben den Workshops und Projektarbeiten umfasste das Programm gemeinsame Ausflüge, die weitere Gelegenheiten zum Austausch boten. Dazu gehörten Besuche der Altstadt von Jerusalem und Ein Kerem, Yad Vashem, Masada und dem Toten Meer sowie ein Abschlussdinner in Tel Aviv. Der Israel-Teil des Programms endete mit Abschlussveranstaltungen in Jerusalem, an denen die Initiatorinnen des Projekts und Kuratoriumsmitglieder, Elke Büdenbender, Richterin und Ehefrau des deutschen Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier, sowie die ehemalige Bundesministerin Brigitte Zypries und Vertreter*innen der Deutschen Handwerkskammern teilnahmen.






